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Zeitungszeugen - Darf ein Verlag Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus nachdrucken?
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Seit einigen Tagen kann man mit der ersten Ausgabe von "Zeitungszeugen", Nachdrucke von Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus kaufen.
Unter anderem findet man dort auch Nachdrucke von NS-Zeitungen wie "Der Angriff und vom "Der Völkische Beobachter".
Jetzt fordert das bayrische Finanzminesterium, dass der Verlag Albertas Unlimited eine Unterlassungserklärung unterzeichnet. Beide Zeitungen wurdem vom "Franz Eher" Verlag herausgegeben. Unter anderem hat dieser Verlag auch "Mein Kampf" herausgegeben. Nach dem zweiten Weltkrieg übertrug die US-Besatzungsregierung die Lizenzrechte des Verlages an das Minesterium.
In dieser Erklärung verpflichtet sich der Verlag, keine weiteren Exemplare herauszubringen und die bereits herausgegebene Ausgabe wieder einzuziehen.

Aus Respekt vor den Opfern des Holocaust und um die Verbreitung nationalsozialistischen Gedankenguts zu unterbinden, werde "Zeitungszeugen" keine Lizenz bekommen, hieß es.

"Ein Angriff auf die Pressefreiheit"

Wie denkt ihr darüber? Sollte es dem Verlag erlaubt sein die Nachdrucke heraus zu bringen oder gehören diese Zeitungen für alle Zeiten in den Giftschrank?




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21.1.2009, 21:22

 
Kadett
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Natürlich kann man sowas verkaufen.
Warum auch nicht?
Das ist immerhin Deutsche Geschichte.
Ob sie nun gute oder schlecht ist.

Beitrag wurde am 22. Januar 2009, 16:19 Uhr editiert.




22.1.2009, 16:18

 
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Ich finde es nicht schlecht! Man sollte ruhig sowas als Neuauflage interpretieren.
Für Geschichtslehrer oder Schüler ist diese Zeitung aufjedenfall sehr interessant und informativ.
Als Angriff auf die Pressefreiheit empfinde ich dies nicht.

edit.: Einstellen würde ich sie nicht.

Beitrag wurde am 22. Januar 2009, 16:45 Uhr editiert.




Leben Sie Lang' und in Frieden!

22.1.2009, 16:38

 
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Als Angriff auf die Pressefreiheit empfinde ich dies nicht.



Wenn du mehr als die Überschrift gelesen hättest, hättest du lesen können das damit die Forderung gemeint ist die Nachdrucke einzustellen.




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22.1.2009, 16:43

 
Fähnrich
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Korak schrieb am 22. Januar 2009, 16.38 Uhr:
[...]Für Geschichtslehrer oder Schüler ist diese Zeitung aufjedenfall sehr interessant und informativ.[...]

Das mag schon so sein, dass es für Historiker interessant wäre, nur wie will man dafür sorgen, dass so etwas nur aus geschichtlichem Interesse gelesen wird?
Ich meine, wie auch im Artikel steht, Neonazis könnten -und würden- sie verwenden.
Ich kann dem Artikel aber nicht wirklich beipflichten, das Argument, dieser Mythos werde zerstört, ist zwar nicht unbegründet. Jedoch finde ich trotzdem, dass ein Buch wie "Mein Kampf" nicht öffentlich sein muss, und es auch nicht sein sollte, denn das ist doch nicht wirklich von geschichtlicher Bedeutung, es enthält doch eher die Gedanken einen kranken Menschens, oder? Und ich finde auch diese Zeitungen sind nicht wirklich von historischer Relevanz, denn das sind doch nur Propagandablätter mit Hetzreden, sie enthalten Gedankengut, welches verwerflich ist, aber keine wichtigen historischen Fakten. Was Leute wie Hitler und co. dachten ist doch eigentlich bekannt, das muss nicht noch einmal in Propagandasprache veröffentlicht werden.




Lachen ist gesund!!! =)

22.1.2009, 20:02

 
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Warum?
Auf Diversen TV Sender kommen doch ständig Sendungen über das Thema.
Die Deutschen sollten endlich damit aufhören ihre Vergangenheit zu verleugnen.




22.1.2009, 20:42

 
Fähnrich
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_Tribble_ schrieb am 22. Januar 2009, 20.02 Uhr:
Jedoch finde ich trotzdem, dass ein Buch wie "Mein Kampf" nicht öffentlich sein muss, und es auch nicht sein sollte, denn das ist doch nicht wirklich von geschichtlicher Bedeutung, es enthält doch eher die Gedanken einen kranken Menschens, oder?

Meiner Meinung nach ist gerade dieses Buch von geschichtlicher Bedeutung, denn darin hat Hitler genau das angekündigt, was er danach auch umgesetzt hat. Hast Du mein Kampf jemals gelesen?
Ich persönlich bin gegen jede Art von Zensur! Man (also wir alle) sollten die Möglichkeit haben, alles ohne jegliche Zensur zu lesen. Der vernünftige Mensch mit Verstand wird durch die Lektüre von "Mein Kampf" sicher nicht zum Neonazi, eher im Gegenteil. Außerdem wird Geschichte nicht ungeschehen, wenn man sie verleugnet, verdrängt, verbietet.




Ich saufe, lese Pornos und bin tätowiert

22.1.2009, 20:50

 
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Jedoch finde ich trotzdem, dass ein Buch wie "Mein Kampf" nicht öffentlich sein muss, und es auch nicht sein sollte, denn das ist doch nicht wirklich von geschichtlicher Bedeutung, es enthält doch eher die Gedanken einen kranken Menschens, oder?

Nur bringen Verbote dieses Buches auf Dauer nicht wirklich viel. Wer wirklich das Buch lesen will, bekommt es ohne Probleme im Internet.

Und ich finde auch diese Zeitungen sind nicht wirklich von historischer Relevanz, denn das sind doch nur Propagandablätter mit Hetzreden, sie enthalten Gedankengut, welches verwerflich ist, aber keine wichtigen historischen Fakten.

Hast du dir diese Zeitungen denn schon mal angschaut?

Was Leute wie Hitler und co. dachten ist doch eigentlich bekannt, das muss nicht noch einmal in Propagandasprache veröffentlicht werden.



So so, ist es das? Zeitungszeugen beschränkt sich nicht nur auf die kritisierten rechten Blätter.




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22.1.2009, 20:54

 
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Wieso "verleugnen". Wo geschieht denn so etwas (es sei denn, es geht um das DDR-Regime, ich sage nur: Linkspartei)?


Also, im Geschichts-LK war dies bereits mehrfach Thema, und wir haben durchaus darüber auch Meinungen und Ansichten gelesen.
Insgesamt bin ich überaus zufrieden damit, dass "Mein Kampf" nicht in Deutschland gekauft werden darf. Wir haben Auszüge gelesen und ich halte eine Publizierung nicht für angebracht, denn die Masse neigt - spätestens in der nächsten Generation - dazu, die Dinge als endgültige geschichte ohne Auswirkungen auf die Gegenwart abzusetzen, die geschichte wird als "verarbeitet" erklärt.
Wie viele angesehene Germanistiker, Soziologen oder Historiker sagen: Dies ist nicht möglich, man kann Geschichte nicht einfach als "verarbeitet" erklären. Sie verschwindet in der Versenkung, dann bezieht man sich nicht mehr darauf, so ist es bei den meisten Geschichtsthemen, oder sie wird als absoluter Eigenbereich im bewusstsein einesjeden verfestigt, und so sollte es bei uns sein - und bleiben!
Infolgedessen darf auf entsprechende Texte - wie "mein Kampf" ohne schulische Anleitung nach meiner Meinung nicht zugegriffen werden!
Und bei diesen zeitungen halte ich dies auch - zumindest ohne ausführliche, aber damit auch sehr fachwissenschaftliche und nicht für die Allgemeinheit zugängliche Analyse und Kommentare.
Mit diesem Thema kann man sich nicht nebenbei beschäftigen, das ist harte Arbeit - oder das sollte es zumindest sein.




Wer einen hohen Turm bauen will, muss ein gutes Fundament legen.Bild; Quelle: /media/artikel/kolumnenspecial/special_89_titel.jpg Janeway or no way

22.1.2009, 20:54

 
Kadett
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Ich möchte mich aber nicht bevormunden lassen.
Ich kann selber entscheiden was ich Lesen möchte.
Zensur ist Sch.....




22.1.2009, 20:59

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