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Rezept

Pipius-Klaue

"Wär' ich ein Paar der Pipius-Klaue, schwebend über dem Grund der schweigenden Meere." (Literaturzitat Pipius-Klaue)

Dieser edlen Köstlichkeit wurde über die Jahrhunderte von klingonischen Poeten die Unsterblichkeit verliehen. Ganz im Gegensatz zu den meisten klingonischen Gerichten, die man essen muss, bevor sie einen selbst verspeisen, ist die Pipius-Klaue eigentlich harmlos. Sie ist bereits tot. Man kann sich entspannen, sich Zeit lassen und, ganz nach Art der Heimatwelt, das Fleisch langsam mit den verbliebenen Reißzähnen von den Krallen abschaben.

Ich glaube, es war Gowron, der eine Version dieser Verhaltensweise beeinflusste, die von den Höflingen, in der Kammer des Hohen Rates als eine Zur-schaustellung ihrer Loyalität während der Bürgerkriege angenommen wurde. Will Riker erklärte in der Offiziersmesse an Bord der Pagh schnell, dass dies sein bevorzugtes Gericht sei.

In den schlammigen Sümpfen der Feuchtgebiete oder entlang des Ozeanbodens auf der Erde flitzen kleine Pipiusse, oder, wie es eigentlich heißt Pipia, herum. Verwenden Sie anstelle von Pipius Hummer, und Sie werden mit den Ergebnissen mehr als zufrieden sein. Ich bereite sie en casserolle zu, in dem Gehäuse und so wie sie sind, ganz so, wie es der Erfinder dieses Gerichtes, der große Feldheer Kaiser Napoleon mochte, der es "Hummer-Thermadour" nannte. Sie bereiten es wie folgt zu:

4,1 kg schwere Hummer mit Scheren
200 g geschmolzene Butter
250 ml Schlagsahne
500 ml Hühner- oder Rinderbrühe (aus den Fertigpackungen oder Brühwürfeln zubereitet oder aus der Brühe, die Sie dem Festtagsschmaus à la Neelix abgewonnen haben)
75 g Mehl
250 ml prickelnder trockener Weißwein (frascati oder Verdicchio)
250 g extra scharfer Cheddar-Käse
2 zerhackte Knoblauchzehen
500 g gehackte Selleriestaude
Meersalz zum Abschmecken
TL trockener Senf
frisch gemahlene, schwarze Pfefferkörner zum Abschmecken
1 od. 2 Tropfen Tabasco-Soße oder eine ähnlich scharfe Soße
Cayenne-Pfeffer oder Paprika zum Abschmecken

Töten Sie zunächst die Hummer. Dies gelingt Ihnen, indem Sie die sich schlängelnden und windenden und um sich schnappenden Körper in einen großen Topf gefüllt mit stark gesalzenem, kochendem Wasser tauchen, in dem Sie zusätzlich zwei Handvoll Salz geben. Besser noch ist es, wenn Sie, falls Sie in Küstennähe leben, Ihren Topf mit Meerwasser füllen und einfach zum Kochen bringen - mit Algen und allem drum und dran. Lassen Sie die Hummer mindestens 15 Minuten stark kochen. Nun ist es um sie geschehen. Nehmen Sie sie heraus, entwirren Sie sie, schneiden Sie die Scheren ab, aber lassen Sie die Köpfe am Körper und die Augen offen.

Schneiden Sie die Hummer, so lange sie noch heiß sind, entzwei, nehmen Sie das weiche, weiße Fleisch heraus, und schneiden Sie es in kleine, mundgerechte Stücke. Vermischen Sie in einem Kochtopf 125g Butter mit Mehl, bis beide Zutaten eine weiche und sanfte, gründlich verbundene Masse ergeben. Geben Sie dann das Hummerfleisch dazu. Zu dem Hummerfleisch, der Butter und dem Mehl fügen Sie die Sahne und die Brühe zu und vermengen alles.

Erhitzen Sie diese Mischung bei niedriger Temperatur ungefähr 15 Minuten lang unter kräftigem Rühren, um Klumpen zu verhindern. Während der letzten 5 Minuten der Garzeit geben Sie alle anderen Gewürze und die Hälfte des Käses dazu. Heizen Sie dann den Grill vor, und geben Sie Ihren Wein sowie die verbliebenen 75g Butter, Füllung oder Brotkrumen zu dem Hummerfleisch. Kochen Sie diese Mischung weitere 5 Minuten.

Waschen Sie die Gehäuse, bis sie sauber sind, weil sie das Hummerfleisch in den Gehäusen zubereiten. Legen Sie die Gehäuse in eine Schmorpfanne und füllen Sie sie mit dem Hummerfleisch. Bedecken Sie sie mit dem restlichen Cheddarkäse. Schmoren Sie die Gehäuse 5 bis 7 Minuten lang, bis sie braun sind, und richten Sie die Hummerscheren kurz vor dem Servieren aufrecht stehend mit den Gehäusen an.

Über die fertige Speise streue ich gern noch etwas Cayennepfeffer oder Paprika und garniere die Scheren mit Arugula. Wenn Sie möchten, können Sie die Hummerscheren mit Schalenstücken ausstaffieren, denn bei der Pipius-Klaue ist die Präsentation das Wichtigste. Sie können außerdem noch mehr Brotkrumen oder Füllung verwenden, damit die Scheren aufrecht stehen.

Reicht für 4 bis 6 Personen.

Artikel geschrieben von Alexandra Wenk (aw) und Katrin Räuber (kr); aktualisiert am 08.09.2004 [11616 Aufrufe; 0 Kommentare]


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