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Deep Space Nine, Teil 1

Von Peter Rakousky

In dieser Spezial-Ausgabe des Technikcenters geht es um die Raumstation "Deep Space Nine" im allgemeinen. Quasi eine Einführung in die Infrastruktur der Raumstation.

Titelgrafik zum Focus

1. Stationsübersicht

"Deep Space Nine" (DS9) ist bei Anlegung aller Maßstäbe eine extrem große, freischwebende Orbitalstation. Aber DS9 ist nicht das größte künstliche Gebilde, dem man jemals begegnet ist. Die im Beta-Quadranten entdeckte Dyson-Sphäre ist um einiges größer als DS9. Und mindestens 3 Sternenbasen von Starfleet lassen Ds9 hinsichtlich Größe und Masse zwergenhaft wirken. Allerdings war "Terok Nor" (Cardassianische Bezeichnung für "Deep Space Nine") die größte im All arbeitende Einrichtung zur Materialveredelung, die derzeit bekannt ist.

Die Formbeschreibung von DS9 ordnet die Station als Hybriden aus planaren, säulenförmigen und triradialen Strukturen ein. In der Entstehungsphase von "Terok Nor" waren die Pylonen nach außen geschwungen um größeren Frachtern das Andocken zu ermöglichen. Sie wurden dann aber nach innen gerichtet um die Station kompakter zu halten und die Schildeblase konnte jetzt wesentlich enger um die Station aufgebaut werden. So waren dann auch Schiffe geschützt, die am Pylon andockten. Natürlich könnten dadurch nicht mehr zwei große Frachter gleichzeitig anlegen. Oder wenn ein romulanischer Warbird an einem Pylon anlegen würde, dann wären die zwei anderen nicht zu gebrauchen.

Die Maße der Station sind durch Auto-Geometer-Scans bestimmt worden, die von außerhalb der Station eingesetzten Starfleet-Schiffe durchgeführt wurden. Die Scans ergaben eine sonderbare Abweichung, die sich in allen drei Ringen findet. Drei anscheinend zufällige Punkte an jedem Ring weisen eine leichte Deformierung auf, die mal zur Station, mal von ihr fort weist und die durchschnittlich 0,47 Meter beträgt. Diese Deformierungen lassen sich nicht erklären, doch scheinen sie keinen negativen Effekt auf die Struktur der Station zu haben.

Dimensionen (siehe Abb.1)

Um sich der Größe der Station bewusst zu werden, sind hier die wichtigsten Größen und Durchmesser aufgelistet: Gesamtdurchmesser: 1451,82 m
Durchmesser des Habitatrings: 579,12 m
Durchmesser des Ops-Bereich: 59,43 m
Höhe der Andockpylone: 969,26 m
Höhe der Waffentürme: 192,02 m



2. Montagestufen der Raumstation "Terok Nor"

Der Zusammenbau der Raumstation dauerte 2,7 Standardjahre. Die Station wurde aus vielen Komponeten im All zusammengebaut. Die Reihe des Zusammenbaus der wichtigsten Stationsabschnitte sieht wie folgt aus:

Montage 1: Mittlerer Kern

Der Rahmen für den mittleren Kern wird von Frachtern geliefert und in einem Synchronorbit in eine Höhe von 37,576 Kilometern über der Oberfläche von Bajor zusammengeschweißt. Computerkerne, Deuterium-Treibstofftanks und minimale Lebenserhaltungssysteme werden installiert, um erste bewohnbare Bereiche zu schaffen, ein vorläufiges Kommandozentrum am oberen Ende des mittleren Kerns wird eingerichtet. Die Verkleidung der Außenhülle wird vorgenommen, nachdem der Rahmen des unteren Kerns fertiggestellt war.

Montage 2: Unterer Kern

Der Rahmen wurde von Cardassia Prime und von Bajor geliefert und zusammengeschweißt. Interne Arbeitsräume, Wohnräume und Versorgungseinrichtungen werden installiert. Der Bereich für die Aufnahme der Fusionsgeneratoren wird vorbereitet.

Montage 3: Oberer Kern

Rahmen und Außenverkleidung wurden von Bajor angeliefert und montiert. Das vorläufige Kommandozentrum wurde aus dem mittleren Kern verlegt und an den oberen Kern angeschlossen. Sämtliche Arbeitsbereiche und Systeme werden installiert.

Montage 4: Fusionsgenerator

Die obere Abdeckung des Generatorgehäuses wird montiert und verkleidet. Die Fusionsreaktoren werden installiert, die untere Abdeckung wird montiert und verkleidet. Kohlenstoffbindende thermale Blöcke und Natrium-Ausstoßventile werden installiert. (mehr zum Fusionsgenerator in einer der nächsten Ausgaben)

Montage 5: Promenade und Sicherheitskorridor

Das vorläufige Kommandozentrum wird zerlegt, damit die Promenade montiert und verkleidet werden kann. Reaktive Schildpanzerung wird installiert. Atmosphärische Integrität wird auf der gesamten Station hergestellt. Alle noch fehlenden Kernsysteme werden installiert.

Montage 6: OPS

Das festeingerichtete cardassianische Kommadozentrum (Ops) wird mit der Kernstruktur verbunden und verschweißt. Die Turbolift-Verbindungen werden hergestellt. Defensivschild-Generatoren und Emitter werden installiert.

Montage 7: Habitatring

Rahmen und Verkleidung werden von Bajor geliefert und montiert. Kleinere Brückenverbindungen und horizontale Turbolift-Wege werden eingerichtet. Die Waffenanlagen werden in der Nähe im Orbit hergestellt und montiert.

Montage 8: Andockring und Pylone

Große Brückenverbindungen werden eingesetzt und verkleidet. Turbolifte und Frachttransporter werden eingerichtet. Vor der Fertigstellung des Andockrings werden an den Brückenverbindungen die Pylone errichtet.

Erzveredelungsanlagen werden in den Pylonen installiert. Die Andockstellen in den Pylonen werden installiert. Der Andockring wird montiert und verkleidet. Alle restlichen Systeme werden installiert.

Artikel geschrieben von Peter Rakousky (pr); aktualisiert am 09.01.2005 [10434 Aufrufe; 0 Kommentare]


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