|
Einen Karriereplan hatte ich nie. Anfangs hatte ich keine Ziele, keine Erwartungen und keine Motivation, und hätte auch mein ganzes Leben lang Taxi fahren können. Und dann kamen die große Liebe, große Visionen, ein Studium, die Kinder. Und danach die Wahl zwischen Nichts mit meinem abgeschlossenen Studium und dem engen Korridor des Möglichen, auf den ich mich - heroisch - begab. Als freiberuflicher IT-Nerd hetzte ich dem Kleingeld hinterher, das der stotternde Familienmotor so dringend als Kraftstoff benötigte. Dann soff die Kiste ab.
Und plötzlich senkte sich wie eine schillernde Brücke die Möglichkeit herab, als Quereinsteiger Lehrer zu werden. Februar 2013, einen Monat vor meinem 45 Geburtstag, dem unwiderruflich letzten Moment vor dem Zufallen der Tür, wurde ich in das Beamtenverhältnis berufen betreten gelassen.
Anfang diesen Monats endete meine Probezeit, und nun haben die Schüler mich glücklichen Bastard am Hals. Denn für jemanden, der Schüler mag, so wie ich, ist der Beruf des Lehrers der beste denkbare Beruf auf der Welt.
Don't tell The Truth to anybody who didn't ask for it. (Samarpan)
|